Grundkurs Survival

 

Der Begriff „Survival" wird in unserem Kulturkreis sehr oft gleichgesetzt mit einem Kampf gegen die Natur und dem Überleben des Stärkeren. Survival in meinen Augen bedeutet aber mehr als Überleben. Es stimmt zwar, dass man körperlich fit sein sollte, um auch lange Wege abseits der Zivilisation beschreiten zu können. Allerdings ist es nicht immer die körperliche Stärke, die einen überleben lässt, sondern auch Technik und Anpassungsfähigkeit. Anpassungsfähig zu sein, bedeutet die Umgebung kennenzulernen, um aus den dort vorhandenen Ressourcen das Beste zu machen, die Basislinien herauszufinden und sich so in der Natur möglichst angepasst zu bewegen.

  

Es macht dabei auch keinen Unterschied, ob man in der Natur oder im urbanen Gelände (Stadt) ist. Es ist immer wichtig zu wissen, wo man Wasser findet und wie man es trinkbar macht. Woher man Nahrung beziehen oder wie man und aus eigener Kraft Feuer entfachen kann. Gerade letzteres ist nicht überall möglich, und besonders die kalte Jahreszeit stellt natürlich diesbezüglich eine Herausforderung dar. Die Prinzipien sind aber überall gleich. Es fängt im Kopf an und hört im Herzen auf. Denn ohne Verbindung zu seiner Umwelt ist man selbst nur eine leere Hülle, die zwar möglicherweise überlebt, aber die es einem für längere Zeit unmöglich macht, autark zu sein.

  

An diesem Wochenende werden wir eintauchen in die 4 Grundprinzipien, die uns ein (Über)Leben draußen ermöglichen:

 

Schlaf/Schutz/Unterkunft:

 

Ein ausreichend gesunder Schlaf ist wichtig für mein (Über)leben. Ohne ausreichenden Schlaf werde ich unaufmerksam und das kann fatale Folgen haben. Der Bau eines sicheren und trockenen Schlafplatzes ist überlebensnotwendig und ein wichtiges Grundthema dieses Kurses.

 

Wärme/Feuer:

 

Das zweite Prinzip ist Wärme. Ohne Wärme, sei es Körperwärme oder ein wärmendes Feuer kühlt unser Körper aus. Es bedarf einiger Vorbereitung ein wärmendes Feuer zu entzünden und zu unterhalten, besonders wenn die Witterung nicht optimal ist. Mit diesem Element werden wir uns ebenfalls an diesem Wochenende beschäftigen.

 

Wasser:

 

Das dritte Prinzip ist genauso wichtig wie die ersten zwei. Ohne Wasser macht sich Dehydration (Flüssigkeitsmangel) im Körper bemerkbar. Eine gängige Faustregel besagt, dass man ungefähr, je nach körperlicher Konstitution, 3 Tage ohne Flüssigkeit und 14 Tage ohne Nahrung überleben kann. Da man mit zunehmendem Wassermangel allerdings schwächer wird, ist es gut, sich schon vorher mit Überlebenstechniken und Methoden zur Wassergewinnung beschäftigt zu haben. Wie man gefundenes Wasser aufbereitet und trinkbar macht, erfahrt ihr ebenfalls in diesem Grundkurs.

 

Nahrung:

 

Viele Menschen glauben, dass die Nahrungssuche im Falle einer Überlebenssituation den wichtigsten Stellenwert einnimmt. Sie steht allerdings an letzter Stelle. Warum das so ist, und welche Nahrung man in der Natur finden und essen kann, erfahrt ihr ebenfalls in diesem Grundkurs.

 

Dieser Grundkurs richtet sich in erster Linie an Personen die gerne draußen sind, sei es zum Wandern, Klettern oder sonstige Aktivitäten und die ihre Fertigkeiten verbessern wollen, damit sie in einer Extremsituation nicht so schnell in Panik geraten. Noch ein Wort zu Panik. Panik wird ausgelöst durch unseren Verstand. Bei panikhaften Verhalten ist das Sichtfeld (sog. Tunnelblick) wie auch unsere Achtsamkeit eingeschränkt. Wenn ich weiß was ich tue, gerate ich nicht so schnell in Panik.

 

Termine:

auf Anfrage!

 

Beginn: Samstag 09:00 Uhr

Ende: Sonntag 16:00 Uhr

Kosten: € 170,-- inkl. VP

 

Adresse:

Niederösterreich/ Steiermark (genauen Anfahrtsplan bei Anmeldung)

 

Übernachtung im eigenen Zelt

 

Anmeldung: office@nawisma.at